Stadtverwaltung Bonn verhilft Fahrraddieben zu fetter Beute

Veröffentlicht auf von felixwernerludwig

 

In diesem Jahr findet in der ehemaligen Bundeshauptstadt das Deutschlandfest statt. Die Homepage der Stadt Bonn hat dazu Folgendes anzukündigen:

 

„Das Land Nordrhein-Westfalen und die Bundesstadt Bonn richten in enger Kooperation mit den Verfassungsorganen der Bundesrepublik Deutschland die zentrale Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit aus. Erstmalig wird diese Veranstaltung zusammen mit dem jährlichen Nordrhein-Westfalen-Tag gefeiert. Mit dem wöchentlichen Newsletter Bonn 2011/Deutschlandfest möchten wir Sie ab sofort umfassend informieren und Vorfreude auf diese speziellen Festtage wecken.“

 

http://www.bonn.de/service/newsletter/bonn2011_deutschlandfest/index.html

 

Was die Stadtverwaltung unter umfassender Information zur Steigerung der Vorfreude versteht, wurde schon eine Woche vor dem Fest deutlich. Viele Bonner Berufs-Pendler, die täglich Morgens mit dem Fahrrad zum Hauptbahnhof fahren, um ihren Weg von dort mit Bussen und Bahn fort zu setzen, vermissten am letzten Donnerstag ihr Vehikel. Diese waren von der Stadtverwaltung abtransportiert worden waren, um Platz für die zu erwartenden Gästemassen zu schaffen. Zwar hatte die Stadt auf die Aktion für den 21. September hingewiesen, waren die leicht zu übersehenden Hinweisschilder aber nicht wahr genommen worden. Die Deutsche Bahn hatte auf viel größeren Schildern den 23. September für den Abtransport angekündigt.

 

So wurden schon am 21. September zahllose Fahrradschlösser auf gesägt und die Fahrräder in ein umzäuntes Gelände im Bonner Norden gebracht, wo sie unbewacht auf Ihre Besitzer warteten. Doch kennen Diebe keine Öffnungszeiten (montags und donnerstags 15 bis 18 Uhr, dienstags und mittwochs 14 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 10 Uhr) und so wurden zahllose, der ohnehin schon durch den Transport beschädigten Fahrräder, geklaut. Vermutlich außerhalb der Geschäftszeiten.

 

„Da sei einiges nicht korrekt gelaufen, sagte Elke Palm vom städtischen Presseamt am Freitag. Die beauftragte Firma habe neben der rechtzeitigen Beschilderung der Fahrradplätze und dem Abbau auch die Aufgabe gehabt, die Fahrräder sicher zu lagern. "Wir können uns bei den Bürgern nur entschuldigen", so Palm.“

 

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=942309

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