Christian Wulff ist zum Abschuss freigegeben - zumindest wenn es nach den großen deutschen Medien geht.

Veröffentlicht auf von felixwernerludwig

Die etwas etablierteren Medien sind da raffinierter. Man könnte auch sagen – hinterhältiger. Sie erkennen an, dass die Causa in der Wulff-Sache für einen Rücktritt nicht reicht. Doch leider habe wegen der öffentlichen Aufregung nun mal die „Glaubwürdigkeit“ des Präsidenten gelitten, er könne kein „Vorbild“ mehr sein, seine Funktion als „gesellschaftliches Gewissen“ sei beeinträchtigt. Mit anderen Worten: Weil der eigentliche Anlass zu banal ist, wird die inszenierte Empörung über die Banalität als Grund für einen Rücktritt instrumentalisiert. Und weil die Diskussion, die man selbst krampfhaft am Leben hält, nicht abebben will, muss sich der Präsident gefälligst fragen lassen, ob er das Amt durch seine Sturheit, in demselben bleiben zu wollen, nicht beschädigt. Perfider geht’s kaum.

 

http://www.theeuropean.de/malte-lehming/9275-journalisten-hetze-gegen-wulff

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